Pressemitteilung Nr. 4/2007

Paul kostet 3.700 EUR jährlich

Für die Unterbringung seines Hundes im Tierheim kann das Ordnungsamt von einem Hundehalter ca. 3.700 Euro jährlich verlangen. Dies geht aus einem Urteil des Verwaltungsgerichts hervor.

Der Kläger ist Eigentümer eines Staffordshire-Terriers mit Namen Paul. Das Tier ist seit Juli 2003 auf behördliche Anordnung im Tierheim untergebracht. Hierfür entstehen Kosten in Höhe von ca. 3.700 Euro im Jahr, deren Bezahlung vom Kläger verlangt wird.

Zu Recht, wie jetzt das Verwaltungsgericht auf Klage des Hundehalters hin entschieden hat: Als Eigentümer des Hundes habe er die Kosten des Tierheims zu tragen, nicht die Allgemeinheit. Der Betrag sei durch Rechnungen des Tierheims belegt; danach fielen für jeden Tag der Unterbringung ca. 10 Euro an. Auch für die weiter entstehenden Kosten bleibe der Halter erstattungspflichtig, es sei denn, er überlasse das Tier einer zuverlässigen und geeigneten Person.

Gegen das Urteil ist binnen eines Monats nach Zustellung ein Antrag auf Zulassung der Berufung durch das Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz zulässig.


Verwaltungsgericht Neustadt, Urteil vom 9. Februar 2007 – 5 K 1373/06.NW –



Die Entscheidung kann bei der Pressestelle des Verwaltungsgerichts (Tel.: 06321/401-228 und -254 oder per E-Mail: poststelle@vgnw.mjv.rlp.de) angefordert werden.